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Verteilung
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Sobald sich ein Medikament im Blut befindet, pumpt das Herz es in etwa einer Minute durch den ganzen Körper. Aus dem Blut verteilt es sich im Gewebe: in Muskeln, Fett, Organen und je nach Medikament auch im Gehirn. Je mehr ein Medikament das Blut verlässt und im Gewebe bleibt, desto weniger davon bleibt im Blut und kann gemessen werden.
Pharmakologinnen und Pharmakologen fassen dies mit einer Zahl zusammen, dem Verteilungsvolumen, Vd:
Vd = dose ÷ C₀
Dabei ist C₀ die Konzentration im Blut (Plasma) direkt nachdem sich eine intravenöse Dosis verteilt hat. Beispiel mit ausgedachten Zahlen: dose = 100 units, C₀ = 2 units/L ergibt Vd = 100 ÷ 2 = 50 L.
Zum Vergleich: Ein erwachsener Mensch hat etwa 5 L Blut, davon ungefähr 3 L Plasma, und insgesamt etwa 40 L Wasser im Körper. Ein Vd von 50 L ist mehr als die gesamte Wassermenge im Körper! Das zeigt: Vd ist kein echtes Volumen. Es ist das scheinbare Volumen, das nötig wäre, damit das Medikament die im Blut gemessene Konzentration hätte. Ein großes Vd bedeutet, dass das Medikament das Blut verlassen hat und im Gewebe bleibt (oft bei fettlöslichen Medikamenten). Ein kleines Vd nahe dem Plasmavolumen bedeutet, dass es größtenteils im Blut bleibt.
Zwei weitere Dinge beeinflussen die Verteilung:
Ein Medikament hat ein sehr großes Verteilungsvolumen. Wo befindet sich der größte Teil davon?
Welcher Teil eines Medikaments im Blut kann den Blutkreislauf verlassen und an seinem Zielwert wirken?
Eine Dosis von 60 Einheiten ergibt C₀ = 3 Einheiten/L. Wie groß ist Vd?
Richtig oder falsch: Vd ist das tatsächliche physische Volumen, das ein Medikament im Körper ausfüllt.